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Digitale Transformation bei Boehringer Ingelheim

Diesmal haben wir mit Ben Bargenda vom Pharmaunternehmen Boehringer Ingelheim erstmals einen Vertreter eines unserer Kunden zu Gast. Mit ihm wollen wir über digitale Innovationen sprechen und natürlich auch seine Erfahrungen dazu kennenlernen, wie er digitale Themen auf die Straße bringt.   Als Implementierungsmanager ist Bens Aufgabe, die Digitale Transformation bei Boehringer voranzutreiben. Kurz vor Beginn der Pandemie mit der neuen Tätigkeit betraut, stand er plötzlich vor der Herausforderung, den bislang eher technikfern organisierten Außendienst binnen kürzester Zeit auf die digitale Schiene zu bringen.  Die Mitarbeiter mussten lernen, mit neuen Tools wie z.B. Online-Konferenzen zu arbeiten.  Zur Unterstützung ruft Ben zusammen mit Kollegen einen Podcast ins Leben,  den er auch heute noch betreibt.  

Podcast „DigiTalk“

Die Mitarbeiter werden in diesen anfangs zweimal wöchentlich stattfindenden Online-Sessions über die digitalen Themen informiert, die in ihrem Arbeitsumfeld auf sie zukommen. „DigiTalk“ ist kein Training, darauf legt Ben Wert. Sein Anliegen ist es, die IT-Themen „ins Deutsche zu übersetzten“ und Mitarbeitern Hinweise an die Hand zu geben, wo sie sich informieren oder weiterbilden können. Dass der Talk sich in einem geschützten Rahmen bewegt, wo die Leute keine Angst haben, Fragen zu stellen, macht ihn bis heute so populär.   Die Themen werden nach einer internen Agenda festgelegt, die die IT von Boehringer platziert, oder sind Wunschvorschläge zu Fragen, die aktuell unter den Nägeln brennen.  

Was bedeutet Digitale Transformation für Boehringer?

Ben definiert Digitale Transformation als einen Prozess, wo ständig etwas Neues hinzukommt. Konkret heißt das für ihn,  den Mitarbeitern Tools zur Verfügung zu stellen, aber auch, dass die Mitarbeiter ihre Fähigkeiten weiterentwickeln. Digitale Transformation bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Prozesse, wie sie vorher liefen, schlecht waren.

Wichtig ist ihm in dem Zusammenhang der Nutzen für die Mitarbeiter. Als Beispiel nennt er die Teilnehmerlisten, die vor der Pandemie manuell geführt wurden. Weil die Mitarbeiter nach einer papierlosen Variante fragten, bei der sie die Unterlagen gleich auf dem Smartphone haben, ließ sein Team eine App für die automatisierte Erfassung entwickeln: eine Zeitersparnis, die einen messbaren Nutzen bringt.  

Innovation oder Transformation?

Innovativ ist, was hilft, erklärt Ben. Ein neues Tool etwa ist noch keine Innovation. Wenn es mir aber hilft, ist das innovativ. Innovationskultur ist so ein Schlagwort. Die Frage ist dabei aber immer, ob sich jeder im Unternehmen damit beschäftigen muss. Eine Gruppe von Innovatoren, die Prozesse vorantreibt, ist nötig im Unternehmen. Wichtig ist aber auch, dass es eine „kritische Masse“ von Leuten gibt, die Dinge hinterfragen.  

Externe Partner

Wichtig für die Innovationsprozesse sind für Boehringer externe Partner. Sie bringen neue Impulse. Ben verweist auf das neue Intranet, das seine Abteilung vor zwei Jahren zusammen mit INOSOFT und den Kollegen aus der IT erstellt hat: Es diente als Vorlage für das globale Intranet.  

Fazit

Man muss schauen, wo die Innovationstreiber im Unternehmen sind und die Leute zusammenbringen. Und man muss den Mitarbeitern die Unsicherheit vor dem Neuen nehmen, gerade, wenn sie der Ansicht sind, es läuft doch alles gut so, wie es ist.      

12.09.2023 16:25

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